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Toller Auftakt in die GT4 European Series

am .

Die Vorfreude auf das erste Rennen der neuen Saison war gross. Bereits in den Tests durfte ich miterleben, was für ein tolles Team mir zur Seite stand. Das Wetter war herrlich und die Motivation hoch, um zu attackieren und die ersten Punkte der Saison zu holen. Doch es folgte sogleich die Ernüchterung. Im ersten freien Training belegten mein Teamkollege Paul Rees, den ich vom Porsche Supercup kenne, und ich gerade einmal den 33. Platz von 44 Autos. Das Auto schien für uns beide fast nicht fahrbar und als wir dann auch im zweiten freien Training nicht über Platz 30 hinaus kamen, wussten wir, dass da etwas nicht stimmen kann. Das Team stellte einen Schaden am Auto fest und reparierte diesen über die Nacht.

Umso schwieriger war es für uns ohne Anhaltspunkte am nächsten Tag ins Zeitfahren zu starten. Neben der Verunsicherung wurde auch der Verkehr in der Session zum Problem. Mein Teamkollege hatte praktisch keine freie Runde und konnte damit das Auto nicht ans Limit bewegen. Resultierend daraus war Startplatz 22 von 44 fürs erste Rennen. Im zweiten Zeitfahren, welches die Startposition für das zweite Rennen festlegte, lief es besser. Ich musste diesmal fahren und konnte mir eine Runde zurecht legen, in der ich nicht aufgehalten wurde doch jemand drehte sich ins Kies und als Folge dessen kam es zu einem Unterbruch. Ausgerechnet während meiner schnellen Runde. Nach dem Restart schaffte ich mir Platz und qualifizierte mich als 14. Im Grossen und Ganzen eine zufriedenstellende Leistung mit Luft nach oben. 

Letzte Setup Veränderungen wurden auf das erste Rennen hin erledigt und alles war bereit für eine Stunde Rennaction! Mein Teamkollege startete zurückhaltend in das Rennen, konnte seine Position jedoch halten. Die Lage schien unter Kontrolle zu sein, als er plötzlich massiv zurückfiel. Er verlor kurzzeitig an Leistung, nachdem ein Konkurrent in sein Heck fuhr. Er konnte jedoch das Rennen kurz daraufhin wieder mit voller Leistung fortsetzen und es folgte die Aufholjagd. Von Platz 33 aus kämpfte er sich bis zur Mitte des Rennens auf Platz 22 vor. Es kam zum Boxenstopp und Fahrerwechsel. Ich fuhr so schnell ich konnte und versuchte alles rauszuholen. Es kam aber noch verrückter. Nach wenigen Runden zerbrach plötzlich die Fensterscheibe auf der Fahrerseite in Millionen Stücke. Ich setzte das Rennen fort, doch ich konnte fast nichts mehr hören. Wer schon einmal die Fensterscheibe auf der Autobahn offen hatte, kann mir bestimmt nachfühlen ;-) Nichtsdestotrotz fuhr ich das Rennen zu Ende war schnell unterwegs und überholte laufend Autos. Gesamthaft reichte es für den 9. Platz! Da noch einer aus der Pro-AM Kategorie vor uns klassiert war bedeutete dies für uns Schlussrang 8 in der Silver Kategorie! 

Im Sonntagsrennen folgte schliesslich das Highlight des Wochenendes. Die Formkurve von beiden Fahrern zeigte übers Wochenende steil nach oben, sodass wir die Hoffnung schürten, ganz vorne ein Wörtchen mitreden zu können. Ich startete ins Rennen und machte bereits in den Startkurven zwei Plätze gut. Das Auto fühlte sich toll an und ich pushte so gut es ging. Als es schliesslich zum Fahrerwechsel kam war ich an der gesamthaft 8. Stelle. Mit einer Boxenzeit von 1.35,1 (Mindestzeit 1.35,0) war auch der Boxenstopp perfekt. Paul setzte die Fahrer vor ihm unter Druck und zwang sie zu Fehlern. Er zeigte, welche Performance unser Auto über die Distanz hatte und holte Fahrer um Fahrer auf. Nach einer Stunde Renndistanz fuhr er als Dritter über die Ziellinie und für uns gab es kein Halten mehr. Da erneut ein Fahrer aus der Pro-AM Wertung vor uns war bedeutete dies Rang 2 in der Silver Kategorie. Mit 22 Punkten aus zwei Rennen sind wir momentan auf Platz 4! Ein toller Einstand, der Lust auf mehr macht!  

 

 

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