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Weiterhin vom Pech verfolgt

am .

Mit guten Erinnerungen machte ich mich am Donnerstag auf den Weg nach Misano. In der Formel 4 ist es mir gelungen, auf dieser Strecke einen Podestplatz zu feiern und dementsprechend erhoffte ich mir auch viel für dieses Rennwochenende. Es war Freitag und die ersten Trainings standen auf dem Programm. Es regnete und ich verliess die Boxengasse. Gleich am Ende dieser Runde musste ich jedoch wieder an die Box, da mein Motor komische Geräusche machte. Wir probierten das Problem zu lösen, doch auch in meiner zweiten Runde stellte ich keine Besserung fest. Zu unserem Glück folgte kurz daraufhin ein heftiges Gewitter, weshalb die Session für alle unterbrochen wurde. Das Problem war eine defekte Zündspule, welche bis kurz vor Ende des Trainings ausgewechselt werden konnte. Mein Teamkollege nutzte die letzten Runden um wenigstens noch einen Eindruck von der Strecke zu erhalten. Im zweiten Training konnten wir gar nicht erst rausfahren, da die Elektronik streikte und sich unser Auto nicht starten liess. Ein Tag, den man sich hätte sparen können.

Es folgte das Zeitfahren am Samstag, wo ich schliesslich meine ersten Runden drehen konnte. Die fehlenden Runden aus dem Training waren deutlich spürbar, weshalb für mich nur nur ein 32. Platz resultierte. Mein Teamkollege hatte in der anderen Gruppe einen besseren Lauf und qualifizierte sich für Platz 5. 

Startplatz 32 war alles andere als zufriedenstellend, doch viel Zeit darüber nachzudenken hatte ich nicht, denn das erste Rennen fand nur wenige Stunden später statt. Ich startete solid und machte gleich in den ersten Kurven einen Platz gut. Ich kämpfte mich durch das Feld und übergab an meinen Teamkollegen an 16. Stelle liegend. Dieser konnte sogar noch weiter nach vorne fahren und lag in der letzten Runde auf dem 5. Platz, was Platz 3 in unserer Kategorie bedeutete. Doch erneut schwächelte der Motor, weshalb sich mein Teamkollege nicht mehr gegen den Konkurrenten hinter ihm wehren konnte und praktisch in der letzten Kurve das Podest noch verlor. Auch wenn der Ärger über den verpassten Podestplatz gross war, zeigten wir erneut eine grosse Willensleistung und waren dementsprechend optimistisch für das zweite Rennen.

Das zweite Rennen fand am Sonntag statt. Das Auto musste nach dem Leistungsverlust im ersten Rennen noch einmal überprüft werden. Tatsächlich stellte sich heraus, dass die gleiche Zündspule, welche schon im Training defekt war, erneut ausgewechselt werden musste. Echt ärgerlich wenn man bedenkt, dass diese einen weiteren Podestplatz verhindert hatte. Aber nun sollte wirklich alles stimmen. Mein Teamkollege startete von Platz 5 und verlor jedoch gleich in der ersten Kurve eine Position. Doch er legte starke Rundenzeiten hin und konnte mit der Spitze mithalten. Als die Konkurrenten vor ihm wechselten, lag er sogar kurzzeitig in Führung. Er kam an die Box und ich setze das Rennen fort. Doch die Ernüchterung folgte sogleich. Er fuhr zu schnell in die Boxengasse, weshalb wir eine Durchfahrtsstrafe absolvieren mussten. Das Rennen war also bereits nach meiner ersten gefahrenen Runde gelaufen, doch ich fuhr weiter und konnte immerhin zu einem Konkurrenten aufschliessen. Immerhin ein Überholmanöver konnte ich tätigen und dies etwa eine Runde vor Schluss. Kaum war ich am Konkurrenten vorbei entwickelte sich jedoch Rauch im Motorenraum. Der Motor stellte ab und ich musste das Auto zwei Kurven vor dem Ziel parkieren. Es entwickelte sich gar eine Flamme, welche dann von den Streckenposten gelöscht werden konnte. Doch es war ein erneutes Desaster. Hoffentlich kehrt das Glück auf unsere Seite zurück...