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Keine Punkte am Nürburgring

am .

Nach der Enttäuschung in Zandvoort gab es nur ein Ziel am Nürburgring und zwar endlich mal wieder in den Top 10 zu sein. Bereits im Training bemerkten wir jedoch, dass unser Auto vom Topspeed stark unterlegen war. Wie schon am Red Bull Ring fehlten uns auch hier mehr als 10 km/h auf die anderen Autohersteller. Es liegt an der SRO zu bestimmen, welches Auto wie viel Gewicht erhält und wie viel Leistung gefahren werden darf. Damit sollte ein Ausgleich unter den verschiedenen Herstellern geschaffen werden. Leider sind wir die Leidtragenden von diesem sogenannten BOP (Balance of Performance) System. Startplatz 18 fürs erste Rennen und Startplatz 20 für das zweite Rennen waren das Resultat dieses Leistungsunterschieds. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch ziemlich demotivierend.

Nichts desto trotz kann im Rennen viel passieren und wir versuchten uns durchs Feld zu kämpfen. Patricija startete ins erste Rennen und konnte ihre Position am Start halten. Sie zeigte ein gutes Rennen ohne Fehler und war doch chancenlos nach vorne zu kommen. Ich übernahm an der 17. Stelle und war gespannt darauf wie ich mit dem Feld mithalten würde. Tatsächlich fand ich einen Rhythmus der sich am Limit bewegte, ohne dabei Fehler zu machen. Leider war mein Rennen so unspektakulär wie ein Kaktus in der Wüste. Nach vorne ging nichts und hinter mir war nicht mehr viel los. Ich überholte zwar in einer Kurve zwei BMW's, doch dies war das einzige Highlight vom ersten Rennen. Hinter mir kam ein Mercedes und ein Porsche angeflogen, gegen die ich nicht den Hauch einer Chance hatte. Generell fehlten mir etwa 1.5 - 2 Sekunden pro Runde. Ich war selten so frustriert und angepisst, doch die Wettervorhersage für Rennen 2 war Regen und somit unsere Chance.

Tatsächlich kam der Regen kurz vor Beginn des zweiten Rennens. Meine Freude war gross und die Hoffnung nach vorne zu kommen war wieder da. Beim Start sah ich denn erstmal gar nix. Die Gischt der Autos vor mir liessen mich nur abschätzen, wo ich hinfahren sollte. Immerhin gleich vier Autos konnte ich am Start überholen. Ich fühlte mich richtig wohl, doch es gab ein Problem. Öl kam auf meine Windschutzscheibe und verschmierte durch den Scheibenwischer die gesamte Scheibe. Ich sah teilweise praktisch gar nichts mehr. Schliesslich drehte ich mich als ich die Kurve falsch abschätzte und wurde ans Ende des Feldes zurückgespült. Ich fuhr wie ein Anfänger, da die Sicht einfach nicht besser wurde. Ein früher Boxenstopp war das Resultat. Patricija übernahm das Auto und nachdem die Scheibe wieder gereinigt war konnte sie in den nassen Bedingungen pushen. Sie befand sich bereits an 14. Stelle als sie sich kurz vor Schluss mit einem Dreher ins Aus beförderte. Das Auto nahm grossen Schaden und das Rennen konnte nicht beendet werden. Nebst der fehlenden Leistung war dies dann der negative Höhepunkt des Wochenendes.

Mir fehlen die Worte und der Frust ist noch viel grösser nach so einem Wochenende. Doch vielleicht haben wir ja in Hockenheim Glück mit der BOP und können dann vielleicht mal auf gleicher Leistungsebene mit den Autos kämpfen.

20190817 FM1 6103   20190817 FM1 5777 Fotos: Felix Maurer (IG: f.maurer)