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Saisonfinale am Sachsenring

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In den Trainings am Freitag herrschten Mischbedingungen. Im ersten Training regnete es und trocknete gegen Ende ab. Im zweiten Training war es ganz kurz trocken und danach am regnen. In beiden Trainings war ich weit vorne, im zweiten Training gar auf Rang 3. Ich wusste also, dass ich unter schwierigen Bedingungen schnell sein konnte. Dies war optimal, denn mein Qualifying lief ebenfalls unter wechselnden Bedingungen ab. 

Der Asphalt war noch nass, doch es fiel kein Regen mehr. Ich wartete deshalb einige Zeit ab, bis ich schliesslich rausfuhr und versuchte eine gute Runde hinzukriegen. Doch der Verkehr war massiv. Zweimal musste ich meine Runde abbrechen. Es blieb nur noch Zeit für eine Runde! Diese jedoch schaffte ich ohne gross aufgehalten zu werden und lag kurzzeitig auf Platz 5. Doch die inzwischen fast trockene Strecke wurde immer schneller, so dass ich auf Startplatz 9 gereicht wurde nachdem alle die Ziellinie überquert hatten.

Ein paar Stunden später folgte der Start ins Rennen 1. Ich erwischte einen richtig tollen Start und lag nach zwei Kurven bereits auf Platz 5. Ich konnte diesen nicht nur verteidigen, sondern gar die Spitzengruppe angreifen. Nachdem sich der Mercedes vor mir verbremst hatte, übernahm ich den 4. Platz! Es wurde zu einem ständigen Kampf, da das Feld eng beieinander blieb. Beim Boxenstopp waren wir an der dritten Stelle. Durch unsere Podiumsplatzierung vom Hockenheimring mussten wir nebst der Mindestboxenzeit von 1.35.00 noch fünf Sekunden länger drin bleiben. Dies machte sich bemerkbar, denn auf einmal waren wir auf Platz 14 gelandet. Patricija konnte zudem die Pace anfangs nicht mitgehen, weshalb wir noch weiter zurückfielen. Im Ziel war es Rang 19! Ziemlich enttäuschend...

Im zweiten Quali zeigte Patricija eine massive Steigerung, doch eine rote Flagge unterbrach die Session im dümmsten Moment. Beim Restart war ihr Reifen bereits am abbauen, was das Griplevel betraf. Eine weitere Steigerung war deshalb nicht mehr möglich und sie wurde nach hinten bis auf Startplatz 20 gespült. 

Sie liess sich davon nicht herunterziehen und zeigte einen guten Start ins zweite Rennen. Bereits nach den ersten vier Kurven war sie auf Platz 14 nachdem sie vom Startchaos profitieren konnte. Doch die Euphorie hielt nur kurz, als ein paar Kurven später auch sie Opfer eines Zusammenstoss wurde. Der Gegner überschätzte sich und rammte sie dermassen, dass ein Weiterfahren unmöglich war. Das Rennen und damit auch die Saison kamen so zu einem unschönen Ende. Zu gerne hätte ich noch einmal zeigen wollen, was in mir steckt!

Der Frust war in diesem Moment riesig und keiner im Team wusste mehr was sagen, doch so ist Rennsport leider manchmal. 

Nichts desto trotz kann ich auf eine zufriedenstellende Saison zurückblicken. Ich hatte keinen einzigen Ausfall und konnte zeigen wozu ich im Stande war. Äussere Umstände waren nicht immer ganz zu unseren Gunsten, doch das Team arbeitete stets mit vollem Einsatz und auch ich als Fahrer versuchte immer meine besten Leistungen rauszuhauen.

Es hat echt Spass gemacht, Teil eines solchen Teams zu sein. Die Mechaniker arbeiteten Tag und Nacht, um das Auto bereit zu machen. Meine Teamkollegin Patricija bestritt ihre erste Saison im GT4 und zeigte immer wieder, was für ein Potential in ihr steckt. Auch wenn nicht alles so gelaufen ist wie wir uns dies erhofft hatten, haben wir alle viel dazu gelernt. Vielen Dank Racing One für dieses Jahr!

Der grösste Dank gebührt natürlich meinem Sponsor GRAPIN, der mich schon so viele Jahre unterstützt und ohne den dieses ganze Projekt Motorsport nie möglich gewesen wäre. 

Danke auch euch allen für die grossartige Unterstützung es hat echt Spass gemacht. 

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