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Go-Kart

Meine erste Liebe im Rennsport galt dem Kart-Sport. Mit 12 Jahren schenkten mir meine Eltern einen Renn-Kart. In der Folge konnte ich in Roggwil auf der Indoor-Kartbahn meine ersten Erfahrungen mit dem Biland SA-250 sammeln, der über 100 km/h schnell fahren konnte.

Walter Marti, von Marti Motorsport in Bretzwil, verkaufte uns nicht nur den Kart, sondern er betreute mich, gab mir wertvolle Tipps und war immer zur Stelle, wenn an dem Go-Kart etwas verändert oder verbessert werden musste.

Ich spürte schnell, dass dies mein Sport werden wird. Schnell konnte ich meinen Vater, der sich selber auch einen Kart gekauft hatte, auf dem Rundkurs abhängen. Und so beschlossen wir, dass ich mich an grössere Aufgaben herantasten sollte. Wie z.B. mich versuchen, in einer Meisterschaft zu beweisen.

Das Schicksal meinte es wieder einmal gut mit mir und so kam es, dass ich in unserer unmittelbaren Nähe unseres Wohnortes die Bekanntschaft mit Ken Allemann, einem ehemaligen Weltmeister, Vize- Europameister und mehrfacher Schweizer- Meister in verschiedensten Go-Kart- Kategorien machte. Schnell kamen wir ins Gespräch. Er freute sich über meinen Wunsch, Rennen zu fahren und machte mir den Vorschlag, in seinem Team „Spirit Karting“ein Rennen zu bestreiten. So kam ich am 18. September 2011 in Vesoul zu meinem Debut in der Rotaxmax-Challenge.

Die ganze Atmosphäre war toll. Das Team mit rund 10 Fahrern und genau so vielen Mechanikern war toll. Auch Familien und Freunde der anderen Fahrer nahmen mich toll auf und es herrschte eine einzigartige Stimmung im Fahrerlager.

Plötzlich war ich mittendrin im Geschehen. Ein paar Wochen zuvor drehte ich noch einsam meine Runden in Roggwil und nun fuhr ich gegen 20 Fahrer um Sieg und Ehre. Ein Sieg wäre bestimmt etwas vermessen gewesen, aber um die Ehre wollte ich schon ein Wörtchen mitreden. Alle waren gespannt, was ich als Grünschnabel wohl auf die Piste zaubern konnte. Leider musste ich aber schnell hartes Brot essen. Im ersten Rennen war ich in einen Unfall verwickelt, und musste darum von Startplatz 17 aus ins zweite Rennen starten. Natürlich war das nicht nach meinem Geschmack und mit einer gewissen Wut im Bauch wuchs ich im Rennen aber über mich hinaus und kämpfte mich auf den 7. Platz nach vorne. Es war der Beginn einer grossen Leidenschaft.

Für mich war klar, dass ich „meinen“ Sport gefunden habe und mit dem Team „Spirit“ von Ken Allemann auch den richtigen Rennstall.

Als Frischling in der Rotaxmax Challenge fuhr ich 2012 in der Kategorie „Club“ mit und absolvierte meine erste Saison im Rennkart. In sechs Rennen wurde der Gesamtsieger ermittelt. Zwei Rennen fanden in Wohlen in der Schweiz statt und viermal wurde der Sieger in Frankreich ermittelt. Es war ein tolles Gefühl, mitten drin zu sein und um Punkte zu kämpfen. Dank der hervorragenden und professionellen Betreuung, Rennglück und bestimmt auch einer anständigen Portion Talent, konnte ich mich in einem starken Feld behaupten und fuhr bereits in meinem dritten Rennen in Levier aufs Podest. Als Dritter und dazu noch in einem Regenrennen bei dem ich als 11. Starten musste, war ich mit mir und der Welt zufrieden. Dass es zwei Rennen später in Mulhouse sogar noch ein Podest als Zweiter zu feiern gab, setzte meiner ersten Saison die Krone auf, die ich als Gesamtsiebter beendete.

Die darauffolgende Saison 2013 fuhr ich in der nächsthöheren Kategorie, der „Challenge“. Die mehrtägigen Trainings in Südspanien und in der Nähe von Rom, waren vielversprechend und liessen für die Meisterschaft einiges hoffen. Das Niveau in dieser Kategorie ist sehr hoch und selbst um die hintersten Plätze wird mit vollem Einsatz gekämpft. Tatsächlich gelangen mir auch div. Trainingsbestzeiten und tolle Rennen. Ich durfte sogar meine ersten Runden als Führender in einem Rennen absolvieren. Doch leider konnte ich meine Leistungen nur selten im richtigen Moment abrufen. Darum reichte es auch nicht aufs Podest, was aber bei der klar stärkeren Konkurrenz als im Vorjahr auch massiv schwieriger war. Die Saison beendete ich wie schon im ersten Jahr auf dem 7. Schlussrang.

Im Sommer 2013 durfte ich an einem Euro-Challenge-Lauf starten und traf in Brandon (GB) somit zum ersten Mal auf Spitzenfahrer aus der ganzen Welt. In meinem ersten internationalen Zeitlauf liess ich mehr als die Hälfte dieser Spitzenfahrer hinter mir, konnte aber leider diese Ausgangslage im Rennen nicht nutzen. Die Erfahrung war grösser als der Erfolg.